Counter Narco-Terrorism Alliance
 

Werden die CIA und der BND Recep Tayyip Erdoğan abstrafen?


2017-07-02/07

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Die von Recep Tayyip Erdoğan während der vergangenen Wochen geäußerten Motive und Eckpunkte seiner Auslandspolitik stellen für die früheren Verbündeten der Türkei ein echtes Problem dar. Je mehr Ankara seine eigenen Auslandspolitik abseits jener von Washington und Berlin verfolgt, je mehr bereiten sie dem Deep State der USA und – um dies in der Sprache und dem Verständnis der USA zu bezeichnen – dem Deep State von Deutschland Kopfzerbrechen.

Seit einiger Zeit sucht Präsident Erdogan das angespannte Verhältnis zu Moskau zu normalisieren. Nachdem er sich über Jahre gegen Präsident Putins Position im Syrienkonflikt gestellt hatte, wird von Erdogan die Forderung, dass der syrische Machthaber Assad sein Amt aufgeben muss, nicht mehr geäußert. Ganz im Gegenteil, denn er hat eingewilligt gemeinsam mit Russland und Iran gegen den IS und die der Al-Qaida nahe stehende al-Nusra-Front zu kämpfen.

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Hinzu kommt, dass Erdogan weiter voran schreitet, die NATO Militärausrüstung durch russische und chinesische Militärtechnologien zu ersetzen. Während seines Besuchs im März 2017 im Kreml wurde der Kauf von S-400 Luftabwehrsystemen vereinbart und Ende Juli 2017 dann unterzeichnet. Das S-400 – zuvor: S-300PMU-3 – ist ein in den 1990-ern von der russischen “Almaz – Antey Air and Space Defence Corporation” auf der Basis der S-300-Familie weiterentwickeltes Luftabwehrsystem. Seit 2007 verrichtet es seine Dienste in der russischen Armee. Das S-400 Luftabwehrsystem kann mit vier verschiedenen Flugkörpern bestückt werden: Mit besonders großer Reichweite (40N6 – 400km), großer Reichweite (48N6 – 250km), mittlerer Reichweite (9M96E2 – 120km) und kurzer Reichweite (9M96E – 40km). Heute kann das S-400 als „eines der besten Luftabwehrsysteme“ bezeichnet werden. Sobald die Systeme in der Türkei stationiert sind wird erwartet, dass Ankara zahlreiche russische Techniker und Berater beherbergen wird, um die Inbetriebnahme und den Unterhalt der S-400 sicher zu stellen. Die hohe Anzahl militärischer Berater wird den Einfluss von Putin auf Ankara deutlich steigern.

Heute wird von den NATO-Mitgliedern erwartet, die NATO Standard-Waffen zu kaufen. Diese NATO Standard-Militärtechnologien sind mehrheitlich amerikanischer, aber auch deutscher Provenienz. Erdogan hingegen hat die amerikanischen und deutschen Wehrtechnologien gegen die russischen antreten lassen, was weder für Washington noch für Berlin akzeptiert werden kann. Seit vielen Monaten versucht der amerikanische Präsident Trump die NATO-Mitglieder dazu zu bewegen, ihr Militärbudget zu erhöhen – damit diese dann amerikanische und auch deutsche Wehrtechnologie kaufen. Erdogans Vorgehen ist eine große Herausforderung für Donald Trump und Kanzlerin Merkel Wehrtechnik allein schon an die NATO-Mitglieder zu verkaufen.

Moskau befindet sich am längeren Hebel gegenüber Erdogan, ganz besonders wegen der Beziehung zu den Kurden. Den kurdischen Nationalismus hat Erdogan schon lange im Auge – zuerst mit dem Ziel der Versöhnung, heute jedoch mit der Konfrontation, ganz besonders gegen die PKK. Die enge Bindung der Kurden mit Moskau geht auf zwei Jahrhunderte zurück. Russische und sowjetische Führer haben die Kurden stets dazu eingesetzt, den Einfluss auf die türkische Regierung sicher zu stellen. Die PKK ist somit eine vom Kreml finanziell unterstützte Kreation aus den Zeiten des Kalten Kriegs. Zumindest teilweise auch aus Angst gegenüber dem grassierenden kurdischen Nationalismus in Syrien scheint Erdogan zur Überzeugung gelangt zu sein, dass er die Position des Kremls in der Region zu akzeptieren habe.

In Geheimdienstkreisen wird gemutmaßt, dass Erdogan während seines Besuchs im Kreml dazu angehalten worden war, die vom deutschen Militär betriebene Militärbasis in Incirlik fallen zu lassen – als Teil der vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen Ankara und Moskau. Mit der Verweigerung des garantierten Zutritts für deutsche Abgeordnete zur Militärbasis hat Erdogan die Kluft zwischen Ankara und Berlin vergrößert. Dies hat die Bundesluftwaffe dazu bewogen ihre Tornados vom Stützpunkt Incirlik zurück zu ziehen und deutsche Politiker stellen zudem den Verbleib von Bundeswehrsoldaten auf dem NATO-Stützpunkt Konya in Frage.

Im Dezember 2016 ermöglichte Erdogan den Bau der „Turkish Stream“ Erdgaspipeline, welches vom Kreml auch als politisches Werkzeug genutzt werden soll, um die Vorherrschaft im Balkan und Osteuropa zu erlangen. Zudem hat Erdogan im May 2017 am Gipfel zur “Belt and Road Initiative” (BRI) in China teilgenommen, China ambitiöser internationaler Logistik- und Handels-Projekt. Die BRI besteht aus sechs zueinander gehörende Wirtschafts-Routen, welche 60 Länder einbeziehen wird, wahrscheinlich auch die Türkei. „Belt and Road“ bezieht auf den Silk Road Economic Belt (auch „Neue Seidenstraße“ genannt) und die 21st-Century Maritime Silk Road. Das Projekt wurde im September und Oktober 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der chinesische Premier Li Keqiang hat das Projekt während seinen Staatsbesuchen in Asien und Europa beworben, was amerikanischen Politikern Sorgen bereitete. Sie beschuldigen China mit diesem ambitiösen Plan die „Entdollarisierung“ des Weltmarktes vorantreiben zu wollen – was eine große Herausforderung für die nationalen Interessen Amerikas sein würde. Folglich könnte Washington das allfällige Mitwirken der Türkei in der BRI nicht tolerieren. Kommt hinzu, dass Erdogans Wunsch das Ottomanische Reich wiederzubeleben, die „pantürkische“ Idee zu verbreiten und die sunnitisch-islamische Welt zu dominieren Spannungen zwischen der Türkei und Saudi Arabien, sowie zwischen Ankara und Washington provoziert.

Während der Zeremonie zum Stapellauf der neuen türkischen Korvette „Kinaliada“ am 3. Juli 2017, eröffnete Erdogan, dass die Türkei sich verpflichtet sieht, einen eigenen Flugzeugträger zu bauen. Er ergänzte, dass Ankara mit seiner Rüstungsindustrie die Unabhängigkeit anstrebe und er werde niemanden erlauben die militärischen Unternehmungen des Landes zu unterbinden. Die Korvette „Kinaliada“ wurde unter dem nationalen türkischen Kriegsschiffprogramm MILGEM in der Türkei konstruiert, das mittels einheimischen Technologien Fregatten zur U-Boot-Bekämpfung baut. Die „Kinaliada“ der Ada-Klasse ist die vierte in diesem Projekt gebaute Korvette – drei dieser Korvetten wurden von der türkischen Marine bereits in Betrieb genommen.

Gleichzeitig verursachte Erdogans Unterstützung der Hamas und der Muslimbruderschaft Spannungen einerseits zwischen Ankara und Tel Aviv und andererseits zwischen Ankara und Kairo. Mit diesem Vorgehen ließ Erdogan gemäß Nachrichtendienstquellen die CIA und dem BND keine andere Wahl, als das Projekt Großalbanien anzustoßen, um Erdogan und Putin zu „bestrafen“.

Mit dem Projekt Großalbanien wollen die CIA und der BND mehrere Fliegen auf einen Streich schlagen. Sobald das Projekt Fahrt aufnimmt, wird die gesamte Region destabilisiert. Dadurch wird es der CIA und dem BND vereinfacht, Trainingscamps für die Ausbildung von Anhängern des Predigers Fethullah Gülen aufzubauen, um Unruhe in der Türkei zu stiften. Sobald die Aufruhr in Großalbanien beginnt wird verhindert, dass das Projekt Turkish Stream sich weiter in der Region ausbreitet. Denn Amerika will seine Gas-Exporte nach Europa erhöhen, um gegen die russischen Gaspipelines anzugehen und die Abhängigkeit Europas vom russischen Gas zu minimieren.

Zwischenzeitlich planen die CIA und der BND gemäß Nachrichtendienstinformationen Agenten der Mujahedeen Khalq auszubilden, um einen Regimewechsel im Iran voran zu bringen. In Ergänzung würden sie Anhänger von Aleksei Navalny ausbilden wollen, um einen Regimewechsel in Moskau anzustoßen. Dies stellt einen Eckpfeiler der Außenpolitik der Deep States in Amerika und Deutschland dar. Zudem verursacht Putins panorthodoxe Strategie im Allgemeinen, und im Besonderen im Balkan, für Kopfzerbrechen in Washington und Berlin. Den Informationsquellen zufolge möchte Putin Satellit-Staaten im Balkan etablieren, um diese als trojanische Pferde gegen die NATO-Strategie des „Schutzwalls gegen Russland“ zu verwenden. Der Regime-Wechsel in Moskau ist das erklärte Ziel.

CIA und BND sollen heimlich die israelischen Kollegen aufgefordert haben, um ein Gegengewicht zur Türkei aufzubauen. Gemäß aktueller Informationen der Army of Defense for Israel (IDF) wird Israel gemeinsame Militärmanöver mit Griechenland und Zypern im Troodos Gebirge auf Zypern durchführen. Einheiten der israelischen Luftwaffe, Hagana, Mossad, die israelische Marine und Shayetet 13 werden an dieser Übung teilnehmen.

Aufgrund der Einschätzung der Narco-Terrorism Alliance Germany gehen wir letztendlich davon aus, dass der Countdown für Erdogan Regentschaft bereits begonnen hat und sich dies durch künftige Unruhen auf dem Balkan und in der Türkei manifestieren wird.  

           

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